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Shopping-Leitfaden

Immer wieder gefordert werden einheitliche Standards bei der Einrichtung von Online-Shops, was Bestell- und Zahlungsabwicklungssysteme angeht. In der Realität ist das Internet davon noch sehr weit entfernt, auch wenn sich die Shoppingsysteme der großen Anbieter immer mehr ähneln. In unserem Shopping-Leitfaden lesen Sie eine kurze Bestandsaufnahme der derzeit üblichen Bestell- und Zahlungssystemen und erfahren, wo die Fallstricke lauern.

Bestellsysteme im Internet

So unterschiedlich, wie die Waren im Internet präsentiert sind – mal spröde als lange tabellarische Auflistung, mal multimedial mit Vorschaubild, Klangdatei und ausführlicher Beschreibung –, so unterschiedlich sind auch die Bestellsysteme. Generell lassen sich derzeit drei Systeme unterscheiden:

E-Mail:

Zum einen dient als primitivstes Bestellsystem eine Technik, die es sogar schon vor dem World Wide Web gab: die E-Mail. Das bedeutet, Sie klicken auf einen Link, hinter dem die E-Mail-Adresse des Händlers hinterlegt ist, woraufhin sich Ihr E-Mail-Editor öffnet und Sie einfach schreiben, was Sie wünschen. Diese Methode ist zum Glück kaum noch anzutreffen, denn sie bietet fast nur Nachteile: Nicht jeder Browser ist auch für E-Mail konfiguriert, so dass Sie beim Klicken auf den E-Mail-Link eventuell nur eine Fehlermeldung erhalten. Außerdem ist die Methode aufgrund der dezentralen Struktur des Internet sehr unkomfortabel und auch unsicher: Die E-Mail mit Ihren persönlichen Daten passiert auf ihrer "Reise" zum Händler mitunter Hunderte von anderen Rechnern, und auf jeder dieser Zwischenstationen können die übermittelten Daten von geschickten Hackern ausgelesen werden. Sie sollten also keinesfalls sensible Daten wie Ihre Bankverbindung oder gar Ihre Kreditkartennummer einer E-Mail anvertrauen.

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Online-Formular:

Die zweite, sehr weit verbreitete Technik ist das Online-Formular. Es bietet Ihnen je nach Ausführung schon etwas mehr Komfort, Sie müssen die Artikel etwa nicht mühsam nochmals eintippen, sondern können sie bequem aus Klapplisten auswählen. Beachten Sie aber, dass aus den online eingegebenen oder ausgewählten Daten in der Regel auch wieder eine E-Mail erzeugt wird, die entweder von Ihrem Rechner oder vom Serverrechner aus an den Händler geht. Bezüglich der Sicherheit gilt also das im vorigen Absatz Gesagte.

Warenkorbsystem:

Die dritte, derzeit fortschrittlichste Technik ist das "Warenkorbsystem". Hier betätigen Sie in der Regel nur eine Schaltfläche neben der Produktbeschreibung, auf der "Bestellen" oder "In Warenkorb legen" steht. Solche Warenkörbe sind manchmal recht einfach gehalten, oftmals handelt es sich aber auch um komplexe Online-Programme, wie beispielsweise der vorbildliche PC-Konfigurator von Dell (www.dell.de), mit dem Sie die Ausstattung Ihres Wunsch-PCs online bis ins Kleinste festlegen können. Warenkorbsysteme haben den Vorteil, dass Sie Ihren virtuellen Warenkorb während des Online-Einkaufvorgangs jederzeit einsehen, Mengen ändern oder Positionen wieder streichen können. Gerade bei größeren Versandhäusern oder bei Anbietern mit einem verlangten Mindestbestellwert, bei denen man in der Regel mehrere Dutzend Artikel erwirbt, ist ein solches Bestellsystem unverzichtbar.

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© 2004 - 2009 Rechtsanwalt Stefan Maas